Das Berliner Schloss
1. Das Schloss als Politikum
Das Berliner Schloss ist wohl neben der Dresdner Frauenkirche
das prominenteste Beispiel einer Rekonstruktion. Zum einen
liegt dies wahrscheinlich an der Rolle Berlins als Hauptstadt
der Bundesrepublik. Zum anderen war das Berliner Schloss
bis zu seiner Sprengung ein das Stadtbild prägender
Bau.
Durch die partielle Überbauung des ehemaligen Schloss-Baugrundes
durch den Palast der Republik im Jahr 1976 ist das Gelände
für den Wiederaufbau nicht mehr frei und eine Rekonstruktion
birgt politischen Konfliktstoff, der nicht leicht gelöst
werden kann.
2. Geschichte
2.1. Baugeschichte (1)
Mit dem Bau des Vorgängerbaus des Schlosses, der
Zwingburg, wurde bereits 1443 unter Kurfürst Friedrich
II. von Brandenburg, genannt Eisenzahn, an der Spree begonnen.
Zu diesem Zeitpunkt war die Doppelstadt Cölln-Berlin
noch sehr unbedeutend. Teile der cöllnischen Stadtmauer
aus dem 13. Jahrhundert wurden in Burg integriert und standen
zum Teil noch bis zur Sprengung 1950. Unter Kurfürst
Joachim II. (1535-1571) wurde Berlin Residenzstadt. Die
Burg wurde größtenteils abgebrochen und durch
ein Renaissanceschloss ersetzt.
1646 werden mehrere Achsen angelegt, die auf das Schloss
zuführen, darunter auch der ehemalige Jagdweg zum
Tiergarten und heutige Boulevard „Unter den Linden“.
Durch eine Stadterweiterung wird das Schloss auch räumlich
zum Mittelpunkt der Stadt Berlin, die erst durch das Schloss überhaupt
entstand.
Unter Kurfürst Friedrich III., ab 1701 König
Friedrich I. von Preußen, wird unter dem berühmten
Architekten und Bildhauer Andreas Schlüter mit dem
Ausbau zum Barockschloss begonnen. In dieser Phase entstand
nicht nur ein Teil der bis 1950 existenten Barockfassaden,
sondern auch der Schlüterhof. Das Schloss gilt nun
als „großartigste Barockresidenz Deutschlands“ (2).
Der Nachfolger Schlüters als Schlossbaumeister wird
Johann Eosander von Göthe. Dieser erweitert das Schloss
unter Beibehaltung des Stils nach Westen und lässt
an der westlichen Front das monumentale Eosander-Portal
erstellen.
König Friedrich Wilhelm I. (1713-1740) ließ den
barocken Bereich des Schlosses vollenden. Dieser umfasste
nun die Nord-, West- und Südfassade des Schlosskomplexes.
Lediglich die Ostseite, die so genannte Spreefassade war
noch älter.
Abgesehen von dem Bau der Schlosskuppel durch Stüler
zwischen 1848 und 1850 über dem Eosanderportal gab
es bis zur Zerstörung äußerlich keine Änderungen
mehr. Im Inneren wurden jedoch regelmäßig neue
Prachträume geschaffen.
Nach dem Ende der Monarchie diente das Schloss zwischen
1920 und 1945 u.a. als Museum, in dem unter anderem die
historischen Prunkräume zu sehen waren. Weiterhin
wurden die ehemaligen Wohnungen des Dienstpersonals und
die ehemaligen Verwaltungsräume als Wohnungen für
die Berliner Bevölkerung genutzt. Zeitweise gab es
dort ebenfalls weitere profane Nutzungen wie eine Mensa
der Universität.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde das Schloss lediglich
zur Anbringung riesiger Fahnen missbraucht, aber niemals
direkt für die Zwecke des Nationalsozialismus genutzt.
2.2. Zerstörung und Abriss (3)
Nach ersten Bombentreffern im Mai 1944, brannte das Schloss
als Folge eines Angriffes vom 3. Februar 1945 fast vollständig
aus. Während der Straßenkämpfe um Berlin
erlitt das Schloss dann Ende April weitere Schäden.
Nach Ende des Krieges standen jedoch noch die massiven
Grundmauern, und auch einige Räume waren noch erhalten
oder zumindest nutzbar.
Bereits 1945 wurde vom Architekten Hans Scharoun ein erster
Kostenvoranschlag zum Wiederaufbau erstellt. In den ersten
Nachkriegsjahren wurde das Schloss bereits wieder als Ausstellungsfläche
genutzt.
Im erhaltenen Weißen Saal fand neben mehreren Kunstausstellungen
auch die Ausstellung „Berlin
plant“ statt, die den Wiederaufbau der
Stadt thematisierte. Ferner gab es erste Sicherungsmaßnahmen
am Baukörper. (4)
Bereits unmittelbar nach Gründung der DDR gab es
erste Gerüchte,
das Schloss solle abgerissen werden. Ab dem 07.
September wurde das Schloss dann aus - angeblichen - Gründen
der Baufälligkeit und auf Betreiben des SED-Vorsitzenden
Walter Ulbricht gesprengt und abgetragen.
Der Abriss wurde dabei von starken Protesten vor allem
von Seiten von Denkmalschützern, Historikern und Kunsthistorikern,
aber auch der West- und Ostberliner Bürger begleitet.
Dies geschah in Form von Zeitungsartikeln, Leserbriefen
und Plädoyers bekannter Personen mit Briefen an die
Verantwortlichen. Ein großer öffentlicher Protest
war aber aufgrund der politischen Situation in der DDR
nicht möglich. (5)
Dennoch zeigt der Widerstand die große Verbundenheit
der Berliner mit ihrer Geschichte und dem Schloss.
2.3. Der Palast der Republik (6)
Direkt nach dem Abriss, der bis zum 30. Dezember 1950
andauerte, wurde am bisherigen Standort ein großer
Aufmarschplatz, der Marx-Engels-Platz, mit einer Tribüne
geschaffen. In Verbindung mit dem Marx-Engels-Forum östlich
der Spree ergibt sich mitten im historischen Zentrum der
Stadt eine riesige unbebaute Fläche.
Erst im Jahr 1974 wird begonnen, die Fläche des Schlosses
teilweise zu überbauen. Es entsteht bis 1976 der „Palast
der Republik“, der einerseits sehr beliebte kulturelle
Veranstaltungen bietet, in der aber auch die Volkskammer,
das Parlament der DDR, tagt. Beim Bau wird dabei eine große
Menge Asbest als Feuerschutzmaterial verwendet.
Nach der Wende in der DDR von 1990 wurde in der Volkskammer
im Palast der Republik die Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik
beschlossen. Kurz darauf im Dezember 1990 ist das Gebäude
dann nach nur 14-jähriger Nutzung wegen der Asbestverseuchung
geschlossen worden.
2.4. Bedeutung für das Umfeld (7)
Im Zusammenhang mit der Schlossgeschichte verdient die
Entwicklung des Umfeldes des Schlosses besondere Betrachtung.
So wurde das heutige Wahrzeichen Berlins, das Brandenburger
Tor, zwischen 1788 und 1791 während der Herrschaft
Friedrich Wilhelm II. am Ende des Boulevards „Unter
den Linden“ errichtet,
da „dem König der Blick aus [dem Schloss] die
Linden herunter nach Westen in den Tiergarten“ (8)
missfiel.
Unter König Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861) wurde
auch das enge bauliche Umfeld, welches auch heute noch
die Umgebung des ehemaligen Schlosses prägt, erbaut.
So wurde der Lustgarten neu angelegt, das Alte Museum auf
der heutigen Museumsinsel, die Bauakademie, die Friedrichswerdersche
Kirche und die Schlossbrücke neu errichtet. Bis auf
die Bauakademie, welche allerdings auch wieder aufgebaut
werden soll und von der momentan eine Schaufassade zu sehen
ist (9), existiert dieses Ensemble mitsamt dem 1905 fertig
gestellten Dom rund um das ehemalige Schloss noch einigermaßen
vollständig.
2.5. Historische Bedeutung (10)
Neben der wichtigen Funktion als Hauptresidenz der preußischen
Herrscher und der deutschen Kaiser ab 1871 gab es direkt
mit dem Schloss verbundene Ereignisse. Während der
Revolution von 1848 musste sich König Friedrich Wilhelm
IV. vor den vor dem Schloss aufgebahrten Opfern der Kämpfe
verneigen. 1914 rief Kaiser Wilhelm II. vom Balkon eines
Schlossportals den Krieg aus. Während der Revolution
von 1918 proklamierte Karl Liebknecht vom selben Portal
die sozialistische deutsche Republik. Dies geschah allerdings
etwa zwei Stunden nachdem die Republik vom Reichstag durch
Scheidemann ausgerufen wurde. Eben jenes Portal des Schlosses
wurde 1963 (11) in das Staatsratsgebäude der DDR integriert.
(12)
3. Kunsthistorische und städtebauliche Position
Neben der Rolle, die das Schloss für die Geschichte
Berlins, Preußens und des deutschen Reiches spielte,
war das Schloss kunstgeschichtlich überaus bedeutend.
Es vereinte verschiedenste Baustile in sich – die Ostfassade
war, wie beschrieben, noch älter als der barocke Rest
– und galt als „eine der grandiosesten Barockanlagen
der letzten drei Jahrhunderte.“ (13)
Zudem waren auch etliche der Prachträume wie der Rittersaal
oder der Weiße Saal von hohem künstlerischem Rang.
Weiterhin haben am Schloss bedeutende Architekten wie Schlüter
und Eosander mitgewirkt. „Manche waren der Meinung,
daß dies
Preußens größte Innenarchitektur gewesen
sei.“ (14)
Eine weiterer wesentlicher Aspekt des Schlosses war
die städtebauliche Funktion. Mit seinen Ausmaßen
von etwa 190x120x 31 Metern (15) war das Schloss das größte
Bauwerk und zugleich das zentrale Bauwerk der Berliner
Mitte. Die Stadt war auf das Schloss als Herz und Kern
ausgerichtet. Laut Verordnung durfte kein profanes Bauwerk
die Höhe der Kuppelspitze von 74 Metern überschreiten.
(16) Wie bereits beschrieben, bezieht sich die Umgebung
auf das Schloss, da es viel älter als die heute noch
existierende Bebauung war. Wolf Jobst Siedler schreibt
hierzu: „Das
Schloss lag nicht in Berlin, Berlin war das Schloss.“ (17)
Das Schloss hatte deshalb auch die städtebauliche „Funktion,
ein einzigartiges Ensemble zusammenzuhalten“. (18)
Wichtig ist hierbei vor allem die Sichtachse, welche vom
Brandenburger Tor die Allee „Unter den Linden" entlang
auf das Schloss zu führt. Ohne das Schloss fehlt hier
das Zentrum, auf das sich diese und andere Straßen
sowie die umgebende Bebauung beziehen. Der wesentlich kleinere
Palast der Republik kann diese städtebauliche Leere
auf dem Schlossplatz nicht ausfüllen.
4. Die Idee zum Wiederaufbau
Nach der Schließung des Palastes der Republik 1990
kamen die ersten Ideen zur Umgestaltung der Mitte Berlins
auf. 1991 gründete sich die „Gesellschaft zum
Wiederaufbau des Berliner Schlosses e.V.“. (19) Bekannt
wurde die Idee des Wiederaufbaus vor allem durch den Aufbau
einer Fotofassade des Schlosses am ehemaligen Standort
zwischen Juni und Oktober 1993.
Diese Aktion in Verbindung mit einer Ausstellung über
die Schlossgeschichte, die Rekonstruktion und ihre Alternativen
wurde durch den 1992 neu gegründeten „Förderverein
Berliner Stadtschloss“ (heute „Förderverein
Berliner Schloss“) durchgeführt und stellt eine
erfolgreiches Beispiel für die Wiederbelebung des öffentlichen
Bewusstseins für ein Baudenkmal unter Einbeziehung
einer künstlerischen Aktion dar. (20)
Die Motive für die Wiederaufbauforderung haben ihren
Ursprung vor allem in der historischen, kunsthistorischen,
städtebaulichen und ästhetischen
Bedeutung des Schlosses.
5. Die politischen Entscheidungen
Nach Jahren von Diskussionen und einigen Architekturwettbewerben,
die aber zu keinem zufrieden stellenden Ergebnis führten
(21), wurde im Herbst 2000 die Einsetzung einer Internationalen
Expertenkommission „Historische Mitte Berlin“ beschlossen,
deren Mitglieder zu Beginn mehrheitlich gegen einen Wiederaufbau
des historischen Schlosses waren. Am 17. April 2002 wurde
der Abschlussbericht der Kommission dem regierenden Berliner
Bürgermeister Wowereit sowie dem damaligen Bundesminister
für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig übergeben.
Die Kommission schlug „eine überwiegend (80%) öffentliche
(kulturelle) Nutzung mit Gründung eines so genannten
‚Humboldt-Forums‘ vor
[…],
das die außereuropäischen Sammlungen der Stiftung
Preußischer Kulturbesitz, die wissenschafts-geschichtlichen
Sammlungen der Humboldt-Universität und die Bestände
der Zentral- und Landesbibliothek in sich vereinigt und
um einen gemeinsamen Veranstaltungs- und Begegnungsbereich
(kommerziell privat genutzte Agora) ergänzt. Die Bebauung
des Areals soll sich grundsätzlich an der Kubatur
des ehemaligen Berliner Schlosses orientieren. Nach dem
Willen einer Mehrheit in der Kommission soll auf dem Schlossplatz
ein Gebäude entstehen, das nach Norden, Westen und
Süden sowie im so genannten Schlüterhof seine
barocken Fassaden wiedererhält.“ (22)
Kurz nachdem diese Empfehlung der Kommission bekannt wurde,
stimmte der Bundestag am 4. Juli 2002 über die Empfehlung
ab. Etwa 66 % stimmten für die Rekonstruktion der
barocken Schlossfassaden und des Schlüterhofs. Auch
die Nutzung als „Humboldt-Forum“ wurde mit
großer Mehrheit angenommen. An diesen Entschluss
geknüpft ist allerdings die Bedingung, dass die Fassaden
spendenfinanziert werden. (23)
Am 13. November 2003 wurde das Vorhaben im Bundestag nur
gegen die Stimmen der beiden PDS-Abgeordneten erneut bestätigt.
Allerdings wurde wegen der schlechten Haushaltslage ein
Aufschub beschlossen. (24)
Am 14. August 2005 stellte Bundesbauminister Stolpe eine
Machbarkeitsstudie vor, die auch die Finanzierung des Baus
thematisiert. Dieser soll als private-public-partnership
(PPP) realisiert werden.(25) Die Ergebnisse dieser Studie
führen etwa zu folgendem Zeitplan: Zwischen Januar
2006 und Mitte 2007 soll der Abriss des ehemaligen Palastes
der Republik stattfinden. Währenddessen werden Architekturwettbewerbe
für die Raumkonzeption erstellt und anschließend
der Bau ausgeschrieben. Baubeginn könnte dann etwa
2010 und die Fertigstellung etwa 2015 sein.
6. Der Förderverein
Neben dem Förderverein (26) gibt es auch noch zwei
sehr viel weniger in Erscheinung tretende Vereine, welche
sich dem Wiederaufbau des Schlosses widmen. Die Stadtschloss
Berlin Initiative möchte das Schloss durch den Kapitalmarkt
bauen lassen und plant eine weniger kulturelle Nutzung.
Dieser Vorschlag widerspricht allerdings dem Bundestagbeschluss
und hat kaum Chancen auf Verwirklichung. (27) Der älteste
Verein zur Rekonstruktion des Schlosses, die Gesellschaft
Berliner Schloss e.V., leistet vor allem ideelle Unterstützung.
(28)
Der bekannteste und wichtigste Verein ist allerdings der
1992 gegründete Förderverein. Dieser hat sich
nach dem Bundestagsbeschluss von 2002 dazu selbst verpflichtet,
die Mehrkosten von etwa 80 Millionen Euro durch Spendengelder
zusammenzutragen. Überdies lässt er Rekonstruktionszeichnungen
anfertigen. Diese werden über das aufwändige
Verfahren der Photogrammetrie erstellt. Alte Bilder werden
digital ausgewertet und in Bauzeichnungen umgesetzt. Desweiteren
ist der Verein an der Erstellung des Nutzungskonzepts beteiligt.
Zur Spendensammlung ist ein Info-Center „ ähnlich
dem ehemaligen am Potsdamer Platz “ geplant. Im Internet
bietet sich zudem die Möglichkeit, einzelne bestimmte
Bausteine der Fassade zu stiften. (29)
Geschichtsbewusstes Handeln zeigt sich gerade in dieser
Vereinstätigkeit mit vielen ehrenamtlichen engagierten
Mitgliedern. Nicht zuletzt klären diese über
die Geschichte und die Bedeutung des Bauwerkes auf.
7. Die Debatte um den Wiederaufbau
Seit Aufkommen der Wiederaufbauidee des Schlosses und
auch noch nach den politischen gefassten Beschlüssen
wird seit Jahren wird über die Zukunft des Schlossplatzes
gestritten.
Neben den bekannten Argumenten gegen Rekonstruktionen,
unter anderem von Seiten des Denkmalschutzes und von
Architekten, (30) stehen im Fall des Berliner Schlosses
den Schlossbefürwortern zusätzlich auch die PDS-Linkspartei
und eine Bürgerinitiative für den Erhalt des
Palastes der Republik gegenüber. (31)
Der „Palast der Republik“, dessen Abriss für
eine vollständige Rekonstruktion unumgänglich
ist, ist jedoch auch als wichtiges Denkmal für die
DDR-Geschichte anzusehen. Nicht zuletzt tagte hier wie
bereits erwähnt 1990 die einzig frei gewählte
Volkskammer, welche hier die Wiedervereinigung mit der
Bundesrepublik Deutschland beschloss. Weiterhin war der
Palast der Republik in der Ostberliner Bevölkerung
wegen seiner Kulturangebote sehr beliebt und wurde auch
als „Haus des Volkes“ bezeichnet. Es hatte
allerdings auch die negativen Spitznamen wie „Erichs
Lampenladen“ und „Ballast der Republik“ inne.
Die PDS und die Bürgerinitiative befürchten zudem,
dass die DDR-Geschichte „entsorgt“ werden soll.
(32)
Weiterhin gibt es viele Kritiker, die einen Schlossbau
aus Kostengründen ablehnen und mit dem Erhalt des
Palastes der Republik die Finanzen des Staates schonen
wollen.
8. Abschließende Bewertung
Bei der abschließenden Überlegung zum Wiederaufbau
des Schlosses stellt sich demnach die Frage, ob eine Rekonstruktion
zu Lasten eines anderen Geschichtszeugnisses legitim ist.
Man sollte zuvörderst bedenken, dass das Schloss nicht
nur das historisch und kunsthistorisch weitaus bedeutendere
Bauwerk war, sondern es auch Berlin geprägt hat wie
kein anderes. Nur mit dem Schloss kann Berlins größte
Wunde geheilt werden.
Zudem wollen oder können die Schlossbefürworter
weder Krieg und Zerstörung noch die DDR-Geschichte
leugnen.
Die gebaute DDR-Geschichte erstreckt sich noch weit nach
Osten etwa mit dem Fernsehturm und dem Alexanderplatz.
Um aber auch die DDR-Geschichte und die Rolle des Palastes
der Republik bei der Wiedervereinigung zu berücksichtigen,
wäre es eventuell sinnvoll, nach Möglichkeit
zumindest einige Räume mit einer Ausstellung über
diese Themen in den Neubau zu integrieren.
(1) vgl. Berliner Extrablatt. Hrsg. von Förderverein
Berliner Schloss e.V. 33. Auflage.
Hamburg 2005, S. 13 ff.; vgl. http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=65
(28.09.2005)
(2) Berliner Extrablatt. 33. Auflage. S. 14
(3) vgl. Berliner Extrablatt. Hrsg. von Förderverein
Berliner Schloss e.V. 33. Auflage.
Hamburg 2005, S. 13 ff.; vgl. http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=65
(28.09.2005)
(4) vgl. Rollka, Bodo u. Klaus-Dieter Wille: Das Berliner
Stadtschloss. Geschichte und Zerstörung. 2. erweiterte
Auflage. Berlin: Haude u. Spener 1993, S. 27 f.
(5) vgl. Rollka, B. Das Berliner Stadtschloss. S. 29-33,
91 ff.
(6) vgl. Berliner Extrablatt. 33. Auflage S. 17; vgl. http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=65
(28.09.2005)
(7) vgl. Berliner Extrablatt 33. Auflage, S. 15 ff.; vgl.
http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=65 (28.09.2005)
(8) Berliner Extrablatt 33. Auflage. S. 15
(9) vgl. www.internationale-bauakademie.com (04.10.2005)
(10) vgl. Berliner Extrablatt 33. Auflage. S. 13 ff.; vgl.
http://www.berliner-schloss.de/start.php?navID=65 (28.09.2005)
(11) vgl. www.diegeschichteberlins.de (06.10.2005)
(12) vgl. Berliner Extrablatt 33. Auflage S. 17
(13) Rollka, B. Das Berliner Stadtschloss, S. 109
(14) Das Schloss? Eine Ausstellung über die Mitte
Berlins. Hrsg. v. Förderverein Berliner Stadtschloss.
Berlin: Ernst &SohnVerlag 1993, S. 14
(15) http://www.berliner-schloss.info/start.php?navID=135
(12.10. 2005)
(16) http://www.berliner-schloss.info/start.php?navID=135
(12.10.2005)
(17) Das Schloss? S. 13
(18) Rollka, B. Das Berliner Stadtschloss, S. 109
(19) vgl. http://www.berliner-stadtschloss.de/ (20.10.2005)
(20) vgl. Das Schloss? S. 9
(21) vgl. http://www.schlossberlin.de (21.10.2005)
(22) http://www.bmvbw.de/dokumente/,-933347/Artikel/dokument.htm
(21.10.2005)
(23) vgl. http://www.berliner-schloss.info/start.php?navID=195
(21.10.2005)
(24) vgl. http://www.berliner-schloss.info/start.php?navID=196
(21.10.2005)
(25) vgl. http://www.bmvbw.de/Bauwesen-,1406.933797/Stolpe-Grosser-Schritt-fuer-
Ne.htm?global.back=/-%2c1406/Bauwesen.htm (21.10.2005)
(26) vgl. www.berliner-schloss.de (15.10.2005)
(27) vgl. http://www.stadtschloss-berlin.de/ (26.10.2005)
(28) vgl. http://www.berliner-stadtschloss.de (26.10.2005)
(29) vgl. www.berliner-schloss.de (27.10.2005)
(30) vgl. http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/495595.html
(28.10.2005)
(31) vgl. www.palast.com/ (19.10.2005)
(32) vgl. http://www.berliner-schloss.info/start.php?navID=210
(21.10.2005)